Inyô Karate setzt aus dem Begriff „Inyô" zusammen, was das japanische Äquivalent für „Yin-Yang" ist. Yin-Yang ist in der chinesischen Weltanschauung ein Zeichen für sich wechselseitig beeinflussende Polaritäten - entgegenwirkende Pole im Universum, die sich ergänzen und ein Ganzes bilden. Hart und weich, Licht und Schatten, Hell und Dunkel, Berg und Tal- ohne das Eine gibt es das Andere nicht.

 

Ryu ist japanisch für Stil. “lnyo-Ryu" bedeutet folglich Stil der Gegensätze. Dementsprechend besteht er sowohl aus harten Angriffen und Blocks, als auch aus weicheren Techniken. Ein Karatestil also, der mit seinen chinesischen und japanischen Elementen versucht, eine ganzheitliche Wirkung zu entfalten.

 

Kempo ist japanisch und bezeichnet die chinesische Ursprungskampfkunst Quan-Fa (oder auch Kung Fu). Kempo wie auch Kenpo bedeuten dasselbe, nämlich: "Gesetz der Faust". Der Begriff Kempo deutet meist auf eine Verbindung zwischen okinawanischen und chinesischen Stilen hin und bezeichnet eine komplexe Lehre geistiger und körperlicher Kultur. Kempo formt die körperliche wie auch die geistige Persönlichkeit, die Herausbildung wertvoller aber wenn es sein muss auch lebenserhaltender Eigenschaften. Ziel soll die, möglichst ständige, Beherrschung des eigenen lch's sein.

 

Karate (es gibt sehr viele unterschiedliche Stile) - stammt ursprünglich aus Okinawa. Die Okinawaner waren Jahrhunderte lang, durch die Waffenverbote der einheimischen Feudalherren und der dann später einfallenden Japaner darauf angewiesen sich mit körpereigenen Mitteln und/oder mit Arbeitsgeräten zu verteidigen. Einer der so entstandenen Kampfstile basierte auf chinesischen Techniken, die von Seefahrern ,importiert' wurden. „To-De“ („China-Hand“) war die Bezeichnung. So um 1920 kamen die Techniken nach Japan und wurden dort unter dem Begriff „Kara-Te" („leere Hand") geführt. Die Aussprache ist die gleiche, jedoch sind die Schriftzeichen anders. Der Ursprung unseres lnyo-Ryu-Karate kommt aus Kyoto einer alten Kaiserstadt, wo unser Großmeister Seiji Hirayama (10.Dan), diese Karate Richtung 1963 gegründet hat. 

 

Inyo-Ryu Karate ist:

  • Eins werden mit der Natur
  • Selbstzufriedenheit erlangen
  • Alte Traditionen aufrecht erhalten
  • Die Moral des Karate zu festigen

 

Jutsu ln der alten englischen Schreibweise wurde aus dem eigentlichen japanischen Namen Jutsu der Name Jitsu. Aus traditionellen Gründen hält man sich aber nunmehr an der Schreibweise Jitsu, was so viel wie Kunst bedeutet. Hiermit ist das Erlernen eines Systems von Techniken bis zur Erlangung der physischen Perfektion gemeint. Man spricht auch von der Bildung der „Form“. Das Hauptziel besteht darin, einen Gegner im Zweikampf zu besiegen, auch ggf. zu töten. In den damaligen unruhigen Zeiten (bis ca. im 19. Jahrhundert) galt das Recht des Stärkeren und das war als Ziel genug. Die alten Namen derjeweiligen Kampkünste drückte dies auch aus, so z.B. in „Aiki-Jutsu, „Ken-Jutsu" oder „Jiu-Jitsu". lm Wandel der Zeit erkannte man die Notwendigkeit eines Sinneswandels, da es praktisch keine landesinternen bewaffneten und unbewaffneten Auseinandersetzungen mehr gab. Das mühevolle Vorbereiten auf einen Kampf und der Siegeswille waren nicht mehr nötig, ja sogar verpönt und auch verboten.

 

Do findet sich in allen japanischen Kampfkünsten wieder und ist unmöglich umfassend zu beschreiben. Do ist die japanische Lesart des chinesischen Tao (Dao), das mit dem gleichen Zeichen geschrieben wird. Es bedeutet wörtlich „Weg“ und steht dabei nicht nur für „Weg" oder „Straße“ im engeren Sinn, sondern auch für „Mittel“ oder „Methode“ im Verständnis eines „Lebensweges”, einer „LebenseinsteIlung“. Das Do Prinzip impliziert nun viele verschiedene Konzepte und Verhaltensweisen, die nicht abschließend aufgezählt werden könnten.