Geboren wurde Pietro Sgura 1956 in Ceglie Messapica (Brindisi) Italien. Anfang 1973 wanderte er nach Düsseldorf aus. 1974 begann er Karate bei Ludwig Prass in der Karate-Abteilung der Judo-Sportschule, Düsseldorf, Liebigstraße zu praktizieren und zwar im Stil von Sensei Kiyoshi Ogawa „Gojo Ryu“.

 

Pietro Sgura wechselte Anfang 1975 die Karate-Stilrichtung. In diesem Jahr kam Meister Kazunari Hiura aus Japan nach Düsseldorf, der die Stilrichtung „Inyo Ryu Kenpo Karate Jyutsudo“(Stil der Gegensätze) mitbrachte und unterrichtete. Dieser Stilrichtung wurde 1963 begründet von Professor Seiji Hirayama in Kyoto/Japan.

 

 Mitte 1978 gründete Pietro Sgura mit seinem Meister Kazunari Hiura und vier weiteren Schülern die erste Inyo Ryu Karate Schule in Düsseldorf (Inyo Ruy Karate e. V.).

 

Im Jahre 1979 legte Pietro Sgura dann in Düsseldorf den 1. Dan ab, 1988 den 2., 1992 den 3. und 1997 den 4. Die Prüfungen erfolgten jeweils bei Kazunari Hiura. Den 5. Dan legte Sgura im April 2002 in Japan bei Prof. Seiji Hirajama ab, dem Begründer des Inyo Ruy Kenpo Karate Jyutsudo, und zwar im Honbo Dojo in Kyoto. Das Diplom zu dieser Prüfung wurde ihm persönlich von Prof. Seiji Hirajama überreicht. Einige Monate später am 25. Juni 2002 starb Prof. Seiji Hirajama im Alter von 80 Jahren.

 

Im selben Jahr erhielt Sgura von Kazunari Hiura die persönlich vom Altmeister unterzeichnete Urkunde, mit der ihm der Titel „Shihan“ verliehen wurde. Dieses war eine einzigartige Ehre, die Sgura nie vergessen wird.

 

Sguras Lehrer Kazunari Hiura ging im Jahre 2007 nach Okinawa/Japan zurück, wo er am 24. März 2008 seiner langjährigen Krankheit erlag.

Nach 32jähriger Karate-Ausbildung, von denen Shihan Pietro Sgura 25 Jahre selber unterrichtete, entschied er sich im Jahre 2007 eine eigene Karate-Schule aufzubauen. Sie trägt den Namen „HIROKAN“, was so viel wie „Der fliegende Reiher“ bedeutet. Auf diese Weise kann er den Inyo Ryu Karate-Stil weiterverbreiten.

 

HIROKAN ist beim TUS Roisdorf  in der Abteilung „Kampfkünste“ integriert.

 

Sgura erhielt den 6. Dan persönlich vom Nachfolger des verstorbenen Seiji Hirajama, nämlich von dessen Sohn Souke Hiroyuki Inagaki im Jahre 2010 in Düsseldorf überreicht. Der Kontakt zu seinem  Hunbo Dojo in Kyoto wird regelmäßig gepflegt, es besteht ein reger Austausch zwischen Japan und Deutschland.

 

Shihan Pietro Sgura ist es ganz besonders wichtig, keine seelenlosen Kampfmaschinen heranzuzüchten, sondern Menschen, die lernen, verantwortungsvoll mit den von ihm erworbenen und weitergegebenen Kenntnissen und Fähigkeiten umzugehen. Karate endet nicht mit dem Verlassen den Dojos (Trainingsraum), sondern ist eine Lebenseinstellung und ein Weg zur Selbsterkenntnis.